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Geschichte von Stuttgart

Die Geschichte von Stuttgart

Bereits in der Eiszeit beginnt die Geschichte der heutigen Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. Durch dementsprechende Funde im Traventinsteinbruch des Stadtteiles Bad Cannstatt konnte dies belegt werden, so schlugen Jäger ihre Lagerstätte im heutigen Stadtgebiet auf.

Stuttgart im Mittelalter bis 1500
Der Herzog Liutolf von Schwaben soll einer alten Überlieferung zufolge um 950 den „Stuotgarten“, ein Gestüt für Stuten, angelegt haben. Das Gestüt entwickelte sich im Laufe der Zeit zuerst zu einer kleinen Siedlung und später dann im Laufe der Jahre zu einer Stadt. Zum ersten Mal wurde der Name 1229 in einer Urkunde durch den einstigen Papst Gregor IX. erwähnt. Neben Pforzheim und Backnang wurde Stuttgart 1219 von Markgraf Hermann V. von Baden zur Stadt ernannt. Die Entwicklung von Stuttgart ging immer weiter, allerdings fiel die Stadt durch einen Krieg für drei Jahre an das Heilige Römische Reich und war von 1312 bis 1315 der Reichsstadt Esslingen unterstellt.

Nach Ende des Krieges baute der gebürtige Stuttgarter Eberhard I. Graf von Württemberg die bis dahin unscheinbare Stadt zu einer Residenz aus. Eberhard der I. wurde auch „Der Erlauchte“ genannt, er machte die Stadt zum Mittelpunkt der Herrschaft von Württemberg. Die Grabstätte des Grafen befindet sich in der Stiftskirche, die im 11. Jahrhundert erbaut wurde.

Die Stadt verdankt ihr Wachstum vor allem dem Handwerk und dem traditionellen Weinanbau und Wein. Das Land Württemberg mit seiner Hauptstadt Stuttgart, war ab dem 12. Jahrhundert eine Grafschaft des Römischen Reiches. Kaiser Maximilian I. erhob das Land auf dem Reichstag zu Worms zum Herzogtum. Dadurch wurde der damalige Regent Graf Eberhard im Bart der Herzog Eberhard I. 1492 führte er in Stuttgart die berühmte schwäbische Kehrwoche ein.

Der berühmte Bauernaufstand „Armer Konrad“
Zahlreiche Unruhen und Kriege mussten die Menschen seit der Erhebung zum Herzogtum erfahren. Ab 1498 regierte Herzog Ulrich von Württemberg und ließ die Steuern erhöhen, das wiederum gefiel der Bevölkerung ganz und gar nicht. Der Grund dafür waren seine kostspieligen Kriegszüge und sein feudaler Lebenswandel. Zum legendären Bauernaufstand „Armer Konrad“ kam es dann 1514. Allerdings konnte der Herzog den Widerstand niederschlagen und nahm 1.700 Bauern aus dem Remstal in Gefangenschaft, die er einkerkern, foltern oder köpfen ließ.

Frühe Neuzeit
Katastrophale Zustände brachen in Stuttgart zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges, im Jahr 1618 aus, es herrschten Hunger und Seuchen und die Einwohnerzahl schrumpfte auf 4.500. Erst ab dem Jahr 1648, nach Kriegsende, konnten sich die Stadt und die Bewohner wieder erholen.

Residenzschloss in Ludwigsburg
Nach seinem Besuch im Schloss Versailles von Ludwig XIV. kurz vor 1700, wollte der inzwischen zehnte Herzog von Württemberg Eberhard Ludwig ein ähnliches Schloss bauen. Nach dem Vorbild von Versailles wurde 1704 der Grundstein für das Residenzschloss in Ludwigsburg gelegt. 1718 verlegte der Herzog alle Regierungsgeschäfte in das Residenzschloss und die Stadt Stuttgart verlor an Bedeutung. Als Karl Alexander die Thronfolge 1733, nach dem Tod seines Onkels Eberhard Ludwig antrat, wurde der Regierungssitz wieder nach Stuttgart verlegt.

 

 

Schlösser in Stuttgart
Carl Eugen, der Sohn von Karl Alexander, trieb das Land und die Stadt Stuttgart fast an den Rand des Ruins. Er wollte Württemberg zu einem der mächtigsten Reiche in ganz Europa machen und gab viel Geld für den Bau von Schlössern aus. So ließ er beispielsweise das Schloss Hohenheim, das Jagd- und Repräsentationsschloss Schloss Solitude, sowie das Neue Schloss von Retti de la Guêpière und R.F.H. Fischer bauen.

Dadurch kam es zu politischen Konflikten zwischen den württembergischen Landständen in Stuttgart und dem Herzog, der daraufhin wieder die Residenz nach Ludwigsburg verlegte. Woraufhin die Landstände klagten und der Hof wieder nach Stuttgart zurück verlegt wurde.

Karlsschule
Im Schloss Solitude wurde 1770 die Karlsschule von Carl Eugen gegründet, die für Schüler aus angesehenen Familien des Landes gedacht war. Bereits nach fünf Jahren wurde die Schule in das Neue Schloss in Stuttgart verlegt. Zur Universität wurde die Karlsschule von dem damaligen Kaiser Joseph II. im Jahr 1781 ernannt. Friedrich von Schiller war der berühmteste Schüler und vollendete dort „Die Räuber“.

Vom Herzog zum König
Herzog Friedrich II. wurde 1803 zum Kurfürsten und drei Jahre später zum König erhoben. Ab 1806 wurde das Land zur königlichen Residenz ausgebaut. Es wurden die Gebiete der unteren Königstraße und ein Jahr später die Charlottenstraße sowie das Gebiet an der Tübinger Straße angelegt.

Moderne
Unter der Herrschaft von Wilhelm I. wurden die Steuern gesenkt und 1819 trat eine Verfassung in Kraft. Durch die damalige Wirtschaftskrise und schwere Missernten, legte er großen Wert auf die Landwirtschaft. Daraufhin erhielt er schnell den Beinamen „König der Landwirte“. In Hohenheim gründete er 1818 die „Landwirtschaftliche Unterrichts- Versuchs- und Musteranstalt“, welche heute die Universität Stuttgart ist. Noch im selben Jahr wurde im Oktober das landwirtschaftliche Fest zu Canstatt ausgerufen, was noch heute gefeiert wird.

Der Zweite Weltkrieg
Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt immer wieder von Bombern angegriffen, doch gelang es nicht, große Schäden anzurichten. Stuttgart verfügte über eine gute Abwehr mit grandiosen Täuschungsmanövern und künstlichem Nebel.

Erst als deutsche Soldaten 1943 an die Ostfront abgezogen wurden, bröckelte die Abwehr. Im September wurden große Teile im Norden und Westen der Stadt zerstört.

Am 22. April 1945 wurde Stuttgart von den Franzosen bzw. Amerikanern besetzt. Nach Kriegsende begann der Aufbau der Stadt und heute ist Stuttgart eine der modernsten Städte mit einem neuen Rathaus, einem großen Flughafen und Messegebäuden.

 

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