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Typisch Stuttgart
Automobil- und Weinstadt
Stuttgart ist nicht nur von einem Merkmal geprägt, sondern gleich durch mehrere. Die häufigsten Antworten, was für Stuttgart wirklich typisch ist, sind Porsche, Mercedes und Wein. Das stimmt natürlich, denn Stuttgart ist eine Weinstadt und eine Autostadt gleichermaßen. Aber nicht nur das ist nennenswert für die Stadt, ebenso gibt es viele Grünflächen, Mineralquellen, Brunnen, die Seilbahn und Zahnradbahn und nicht zu vergessen die Stuttgarter Stäffele. Für die Nicht-Stuttgarter ist dieser Begriff wahrscheinlich etwas verwirrend. Die Stäffele sind die zahlreichen Treppen der Stadt, die die Wege der Fußgänger hinauf und hinunter verkürzen. Diese sind notwendig, da Stuttgart in einem Kessel liegt.
Die Automobilstadt
Stuttgart ist die Hauptstadt von Baden-Württemberg und zugleich die Heimat des ältesten Herstellers von Automobilen. Eng mit der Stadt sind die Namen Ferdinand Porsche, Wilhelm Maybach, Carl Benz und Gottlieb Daimler verbunden.
So bauten beispielsweise Wilhelm Maybach und Gottlieb Daimler im Jahr 1886 in einen Kutschwagen ihren ersten selbst entwickelten Benzinmotor ein. Bereits ein Jahr später fuhr der Kutschwagen erstmalig die Strecke von Stuttgart nach Cannstatt. Die Geschwindigkeit betrug damals 18 Kilometer in der Stunde.
Carl Benz entwickelte 1879 den ersten Zweitaktmotor und setzte ihn in Gang. Sechs Jahre später, im Jahr 1885, baute er einen Benzinmotor in eine dreirädrige Kutsche. Am 29. Januar 1886 wurde dieser „Benz’sche Motorwagen“ beim damaligen Kaiserlichen Patentamt angemeldet.
Im Jahr 1926, nach dem Tod von Gottlieb Daimler, schlossen sich die Unternehmen „Daimler Motorengesellschaft“ und „Benz & Cie“ zusammen und es entstand die Daimler-Benz AG.
Als Chefkonstrukteur begann Ferdinand Porsche 1922 bei Daimler, er arbeitete sich zum technischen Direktor hoch und wurde auch Vorstandsmitglied. So entwickelte er beispielsweise den legendären Kompressor-Sportwagen Mercedes SS und SSK. In Stuttgart gründete Ferdinand Porsche 1931 das Konstruktionsbüro Porsche, welches für die heutige Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG der Grundstein war. Das Logo dieser Automarke ist das Stuttgarter Rössle, das heute auf allen Straßen der Welt zu Hause ist.
Im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart steht der älteste und bekannteste Mercedes, der im Jahr 1902 gebaut wurde: der Simplex 40.
Die Weinstadt
Einen besonderen Reiz üben die Stuttgarter Weinberge aus, die sich zum größten Teil am Neckar befinden. Ein kleinerer Teil der Reben wächst mitten in der Stadt. Stuttgart kann auf eine lange Weinbaugeschichte zurückblicken, die ersten Nachweise stammen aus dem Jahr 1108. Damals schenkte der Mönch Ulrich dem Kloster Blaubeuren die Weinberge in Stuttgart. Schon im 17. Jahrhundert war Stuttgart eine der drei größten Gemeinden mit Weinanbau im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Der Weinanbau war bis in das 19. Jahrhundert eine der größten Einnahmequellen.
Diese alte Tradition des Weinanbaus hat sich bis in die heutige Zeit fortgesetzt. Heute zählen zu Stuttgart fünf Genossenschaften der Weingärtner, ein eigenes städtisches Weingut sowie viele private Weinbauern. Vor allen Dingen werden Spätburgunder, Lemberger und Trollinger angebaut. Ebenso werden die Weißweine Traminer, Grau- und Weißburgunder, Rivaner sowie Riesling angebaut.
In Uhlbach befindet sich das städtische Weinbaumuseum, in dem Interessierte alles über die alte Weinbaukultur, angefangen bei der Römerzeit bis heute, erfahren können. Entlang dem Stuttgarter Weinwanderweg können die idyllischen Weinberge gesehen werden. Unterwegs kommen die Wanderer an malerischen Plätzen, interessanten Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkten vorbei. In den Besenwirtschaften bieten die Weinbauern ihre selbst hergestellten Weine den Gästen an. Aus aller Welt finden sich Weinliebhaber jedes Jahr Ende August auf dem Stuttgarter Weindorf ein, um ein „Viertele zu schlotzen“.
Das grüne Stuttgart
Eingebettet mitten in die Weinberge und Wälder befindet sich Stuttgart, dazu kommen noch zahlreiche Parks und Grünanlagen, die zu erholsamen Spaziergängen einladen. Die grüne Oase von Stuttgart erstreckt sich von den Schlossgärten bis hin zum Killesberg. Seit der Internationalen Gartenbauausstellung im Jahr 1993 wurden verschiedene Parkanlagen zusammen geschlossen, so dass sich heute eine acht Kilometer lange grüne Oase durch die Landeshauptstadt zieht.
Unzählige Stege und Brücken verbinden den Kräherwald, die Feuerbacher Heide, den Wartberg, den Leibfriedschen Garten, den Rosensteinpark und die Wilhelm, den Park der Villa Berg bis hin zu den Schlossgartenanlagen.
Mineralquellen und Brunnen
In Stuttgart gibt es zahlreiche Brunnen und Mineralquellen, die vom nassen Reichtum der Stadt zeugen. Die Landeshauptstadt besitzt in Europa eines der größten Mineralwasservorkommen. Das Mineral- und Heilwasser wird in den Mineralbädern der Stadt genutzt. Ebenfalls gibt es in Stuttgart zahlreiche öffentliche Trinkbrunnen mit Mineralwasser.
Luftbilder von Stuttgart aufnehmen lassen.

